Meiers Weltreisen Vietnam Rundreise Classic

Vietnam Rundreise „Meiers Weltreisen Vietnam Classic“ und Badeurlaub

Nach einigen hin und her haben wir uns entschlossen eine Reise in die „Sozialistische Republik Vietnam“ zu unternehmen. Auf anraten unseres Reisebüros haben wir uns für die „Meiers Weltreisen Vietnam Classic“ entschieden. Im Anschluss daran gibt es dann noch einen Badeaufenthalt im Blue Ocean Resort.

Hier ein kleines Tagebuch inkl. ein paar Bildern.

Anreise:

Am 03.12.2012 machen wir uns bei leichten Schneefall auf in Richtung Bus, der uns zur U-Bahn bringt. Mit der geht es dann ab zum Hauptbahnhof und dort mit dem ICE weiter zum Flughafen Frankfurt. Erstaunlicherweise klappt das alles wie geschmiert, der ICE ist zwar recht voll, wir ergattern aber noch ein paar Sitzplätze und kommen pünktlich (also viel zu früh) in Frankfurt an. Auch am Flughafen selbst läuft alles wie gewohnt. Die Dame am Checkin erzählt uns noch das der Flug zu 100% gebucht sei, die Maschine also absolut voll. Also auf zu unserem ersten Vietnam Airlines Flug. Die Maschine ist eine Boeing 777-200ER, also nicht schlecht, allerdings hat wohl auch Vietnam Airlines verstanden das sich mit „Packdichte“ Geld verdienen lässt, wir finden den Sitzabstand durchaus sehr eng. Die Innenausstattung wird leicht abgenutzt und die Sauberkeit ist auch nicht die Beste. Entgegen der Beschreibungen aus dem Netz funktioniert aber das Entertainment-System. Filme gibt es auf Englisch und (vermutlich) Vietnamesisch, dazu noch ein paar kleine Spiele und zwei Kameras am Flugzeug. Da meine Frau extra das Asiatisch-Vegetarische Essen bestellt hat, wird Sie immer als erste versorgt. Das Essen an sich war in Ordnung. Nach knapp elf Stunden landen wir in Hanoi mit ca. 30 Minuten Verspätung.

Tag 1:

In Hanoi am Ankunftsterminal erwartet uns wenig Charme, das Flughafengebäude sieht schon recht gebraucht und wenig modern aus. Auf unser Gepäck müssen wir eine gefühlte Stunde warten, wobei zwischendurch sogar jemand mit einem beherzten Sprung die Technik reparieren muss. Nachdem wir im Kopf schon mal den Ablauf der Gepäckermittlung durchgespielt haben, kommt unser Gepäck dann doch noch.
Zwischen dem Gepäckband und der Einreisekontrolle gibt es noch eine Durchleuchtung des Handgepäcks, ähnlich der Sicherheitskontrolle an anderen Flughäfen, wir werden aber einfach durchgewunken. Die Passkontrolle selbst läuft eigentlich so ähnlich ab wie an allen anderen Flughäfen, außer das dort an der Wartelinie zwei sehr konservative Beamte stehen, die einem sehr eindeutig sagen das eine Wartelinie eine Wartelinie ist wenn man es zu eilig hat. Der Kontrolleur selbst zeigt auch keinerlei Mimik. Wir scheinen dazu auch noch einen mit PC erwischt zu haben, zu mindestens dauert es unserer Schlange relativ lange und er tippt eifrig, es gibt aber keine Probleme.
Im Flughafen selbst haben wir noch ein bisschen was vor, ich möchte mir eine SIM Karte kaufen und Geldwechseln möchten wir auch. Bei der ersten Wechselstube werden wir kommentarlos zur nächsten verwiesen. Dort möchte ich 200 Eur wechseln. Der Herr hinter dem Schalter wickelt den ganzen Vorgang ohne ein einziges Wort ab und schmeißt mir einen Daumendicken Packen 50.000 Dong Scheine (und ein bisschen kleines) und eine Quittung auf den Tresen. Nach dem Studium ist klar, es müssen etwas mehr als 5.000.000 Dong sein. Ich versuche erst das Päckchen so zu zählen, komme dann aber irgendwann auf die Idee das es 100 Scheine sein müssen, was das Zählen erheblich vereinfacht ;-). So, Aufgabe zwei ist die SIM Karte. Praktischerweise befindet sich direkt im Flughafen ein riesiger Vinaphone Schalter mit entsprechender Werbung und gut englisch sprechendem Personal. Diese macht mir einige Vorschläge und ich entscheide mich für eine Karte mit unlimitiertem Datenplan sowie etlichen Nationalen (brauch ich nicht) und internationalen Freiminuten (ich weiß nicht mehr wie viele, allerdings hat es für den ganzen Urlaub gerreicht). Das Paket kostet schlappe 550.000 Dong, also für unsere Verhältnisse sehr günstig, wobei man es in der Stadt noch billiger bekommen können soll. Die gute Frau hat mir dann alles eingerichtet und die SIM Karte eingesetzt und eine Reihe Prepaid-Rubbelkarten eingelöst, Full-Service also. Das ist mir den evtl. gezahlten Aufpreis wert.

Während der ganzen Registrierungsaktion (bei der Natürlich mein Pass kopiert wurde) hat uns ein Pärchen angesprochen, welches ein (wie wir auch) nach Hanoi ins Hotel musste. Normalerweise ist der Transfer inkl. wir haben unsere Flüge aber extra gebucht und mussten uns damit alleine Organisieren. Wir haben dann die Handy-Dame gefragt wie wir an ein verlässliches Taxi kommen, woraufhin Sie uns dann zur Touristeninfo verwiesen hat. Zwischendurch sind wir auch immer wieder uns sehr penetrant von Taxidrückern angesprochen worden, die uns aber nicht so ganz geheuer waren. Die gute Frau an der Info hatte dann gleich selbst Fahrer zu vermitteln, machte aber einen recht netten Eindruck. Wir gaben Ihr also den Zuschlag. Auch die zwei Verschiedenen Endhalte an den Hotels waren kein Problem und so wurden wir vier von in einem Modernen SUV (Mitsubishi glaube ich) nach Hanoi gebracht. Das ganze hat für alle zusammen knapp 35 Eur gekostet, damit vielleicht ein bisschen zu viel, aber das Fahrzeug sowie der Fahrer waren gut und zu mindestens wir wurden bis vor die Hoteltür gefahren. Dabei haben wir schon einmal einen Vorgeschmack auf den Vietnamesischen Verkehr bekommen und gleich gelernt das Hupen wichtig ist.

Im Hotel selbst konnten wir zwar schon einchecken (der Pass wurde mal wieder kopiert) das eigentliche Zimmer war allerdings noch nicht frei. Wir konnten aber unser Gepäck verstauen und haben uns erst mal vor das Hotel verzogen um bei einer Zigarette zu beraten was wir jetzt die ca. 3 Stunden machen bis das Zimmer verfügbar ist. In der Zeit ist dann ein Berliner Pärchen angekommen, welches das selbe Problem hatte und auch noch zu unserer Reisegruppe gehörte. Die haben wir dann spontan angesprochen und vereinbart das wir einen Kaffee am Hoan-Kiem-See Trinken. Da das Hotel nicht sonderlich weit entfernt von See gelegen ist und die Damen an der Rezeption den Weg gedeutet haben, sind wir kurz nach den ersten „Run oder Die“ Straßenüberquerungen an einem Cafe am See. Wir sind alle gut nass da es durchgehend leicht Regnet, was aber bei den angenehmen 20°C kein wirkliches Problem ist.

Das Berliner Pärchen erzählt uns das Sie mit dem Bus vom Flughafen in die Innenstadt gefahren sind, was ein Erlebnis für sich gewesen sein muss. Mit den zwei sind wir dann zu einem wirklich chaotischen Markt gegangen, der brutal eng und voll war. Alleine der Weg zum Markt war schon ein Highlight, da alle Bürgersteige als Erweiterung der jeweiligen Läden genutzt wird, sowie die geliebten Mopeds ja auch einen Platz brauchen kann man nur auf der Straße laufen. Die ist aber wiederum stark befahren, so da man immer das Gefühl hat gleich überfahren zu werden. Diese Kombination macht den Stadtrundgang für den verwöhnten Deutschen dann doch ein wenig anstrengend, zumal es keine Enge gibt in der nicht ein Vietnamese noch platz hätte oder jemand mit Gepäck noch durch müsste. Nach 25 Stunden anreise kann einen das auf jeden Fall schlauchen, zumal alles laut und bunt ist und überall etwas passiert was man sich anschauen möchte, man aber gleichzeitig das Gefühl hat überfahren zu werden. Reizüberflutung pur ;-). Auf dem Rückweg haben wir dann noch für 30.000 Dong eine Packung Zigaretten gekauft.

Im Hotel erwartete uns schon unser nette Reiseleiter „Sum“ (geschrieben wird es anders), der uns noch schnell beim endgültigen einchecken geholfen hat. Wir sind dann erst mal ins Zimmer und haben ca- 3 Stunden geschlafen, nachdem unser Gepäck angeliefert wurde. Das ist im übrigen ganz normal in Vietnam, man trägt sein Gepäck eigentlich nie selbst.

Am Abend gab es dann mit der Reisegruppe die Besprechung für den nächsten Tag und ein gemeinsames Abendessen. Der Reiseleiter teilt uns mit das es am nächsten Morgen um 08:00 Uhr mit dem Bus zur Ha Long Bucht geht und wir ab 06:00 Uhr Frühstücken können. Das Essen selbst ist ehr westlich mit Frühlingsrollen als Vorspeise, Steak und Pommes als Hauptgang und Früchten als Nachtisch. Zur Ha Long Bucht selber müssen wir nur Handgepäck mitnehmen, das restliche Gepäck kann im Hotel verwahrt werden.

Die Bilder von Tag 1:

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Damit Ihr euch auch den Verkehr besser vorstellen könnt, hier zwei kurze Videos:
httpvh://www.youtube.com/watch?v=X7pbQqka6qw
httpvh://www.youtube.com/watch?v=4XvlF4AESlc

Tag 2:

Mit dem Bus geht es am 04.12.2012 in einer Fahrt von vier Stunden zur Ha Long Bucht. Der Bus selbst ist sehr gepflegt und super in Schuss. Innen ist er mit sehr Bunten bestickten Gardinen und Kopfpolstern ausgestattet. Auf dem Weg haben wir unsere erste Pause an „geprüften Toiletten“ eingelegt. In diesem Fall ein Souvenirladen in dem man Schmuck, Süßigkeiten, Klamotten, Figuren und Zigaretten verkauft hat. Der Laden war schlappe 2000m² groß und Top angelegt, die Touristen werden am Eingang abgesetzt, durchlaufen den Laden und werden am Hintereingang wieder abgeholt. Cleveres Konzept also ;-). Insgesamt waren die aber alle unaufdringlich, so das man seine ruhe und ordentliche Toiletten hatte, nicht unangenehm also. Wir haben dann auch Zigaretten für 40.000 Dong die Packung gekauft.

Die Busfahrt selbst ist ganz nett zum schauen. Die Höchstgeschwindigkeit auf den (mautpflichtigen) Autobahnen beträgt 80 km/h und jeder und alles darf überall und immer überholt werden, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wird. Toll sind auch die „dynamischen“ Spuren die im Zweifel schon mal von zwei auf dreispurig anwachsen können wenn es der Verkehr benötigt ;-).

Unser Reiseleiter hat während der Fahrt einiges über das Land und die Leute erzählt, was die Fahrt zu den eh schon reichlich vorhanden visuellen Eindrücken zusätzlich aufpeppt. In Vietnam gibt es keine Schulpflicht, trotzdem gehen die meisten Kinder zur Schule (wir haben im Urlaub auch eine Menge Schulen gesehen). Das Schulsystem besteht aus Grund- Mittel- und Hochschule, wobei die Grundschule vollständig Kostenlos ist. Zudem hat er ein wenig über sich erzählt. Er hat Deutsch in Hanoi studiert (bei Dozenten die in der DDR) gelebt haben. Auf der Fahrt haben wir eine Menge Reisfelder mit Grabmalen drauf gesehen, wozu es später noch ein paar Informationen geben wird.

In der Ha Long Bucht angekommen, warten an einer Betonböschung mit Treppen schon eine ganze Armada an Tenderbooten die Touristen auf die Dschunke bringen, mit welchen Sie dann letztendlich die Ha Long Bucht befahren. Auch wir setzen also mit einem Tenderboot auf die Junke 89 von Halong Sails über, gut eingepackt in recht neue Schwimmwesten. Unsere Dschunke ist ein Holzboot, was auf den ersten Blick einen leicht ranzigen Eindruck macht. Zum Großteil liegt das an der Weißen Lackierung, die nicht mehr überall ganz so frisch aussieht. Innen gibt es einen großen Speisesaal, und die Kabinen, die eigentlich gar nicht mehr so ranzig aussehen. Oben gibt es Sonnendeck und vorne und hinten Sitzgelegenheiten. Nach dem einchecken und Inbesitznahme der Kabine (mit eigenem Bad und Fenster, sowie Klimaanlage) geht es dann raus auf See. Während der Fahrt zum ersten Ziel, einer Tropsteinhöhle, wurden wir mit einem 8 Gänge Seafood Menü verwöhnt und der Traum eines jeden Vegetariers beginnt so langsam für meine Frau. Sie bekommt natürlich auch 8 Gänge, alles Vegetarisch und unglaubliche Mengen an Essen. Unser Tisch war da recht angetan, da wir immer viel zu probieren hatten. Für die nicht Vegetarier gab es Garnelen, Krebse, Tintenfisch und Fisch, wobei sich schon so langsam zeigte, das viele Seafoodesser, nicht unbedingt alles Seafood mögen ;-). Ich fand auf jeden Fall alles sehr lecker.

Nach einer kurzen überfahrt mit den Tenderboot kommt man über Steile Treppen, auf einer der 2000 Inseln, in eine recht große Tropfsteinhöhle. Leider ist das (wie zu erwarten war) ein typischer Touristenpunkt der entsprechend voll und teilweise auch schon durch Touristen versaut war. Vietnamesen lieben im übrigen Beton, alles was man aus Beton nur bauen kann, wird auch daraus gebaut.

Nachdem alle durch die Höhle durchgeschleust wurden, ging es zurück auf die Dschunke und ab zum nächsten Ziel, einer anderen Insel mit Strand und einem Aussichtspunkt, welcher über 400 Stufen zu erreichen ist. Aufgrund des diesigen Wetters, den 400 Stufen und unserem Füllgrad durch das reichhaltige Essen sparen wir uns den Aufstieg und gammeln etwas am Strand herum. Wir beobachten die vielen Russen und Amerikaner, von denen einige in der Trüben brühe der Ha Longbucht unbedingt Schwimmen müssen.

Zurück auf dem Boot genießen wir ein bisschen die Aussicht und warten auf das Abendessen. Wieder erwarten gab es nochmal 8 Gänge, diesmal mit Variationen des Mittagsessen, wie frischen Krebsen und gewürzten Garnelen. Auch die vegetarische Essensschlacht blieb wieder nicht aus. Dementsprechend wären wir fast alle geplatzt und sind wohl gesättigt ins Bett. Die Nacht war ein wenig kurz, da man aufgrund der einfachen Bauweise des Schiffs bei lauten Geräuschen gerne mal Wach wird um zu gucken ob der Fußboden schon feucht ist, ist aber wohl mehr eine Kopfsache, uns ging es auf jeden Fall so ;-).

Die Bilder von Tag 2:

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Tag 3:

Am Morgen des 05.12.2012 ist es recht frisch, es regnet leicht und es geht ein starker Wind. Nach dem Frühstück mit Toast, Marmelade, Käse und Speck, frischen Orangen und Melonensaft geht es weiter zur Besichtigung einer Grotte. Dazu werden wir mit dem Tenderboot zu einer Umladestation gefahren, auf der wir ein kleineres wackeliges Ruderboot besteigen, was uns durch die Grotte in den Innenbereich einer Insel fährt. Auf dieser Insel leben Affen, welche durch gezielte Fütterung, den Touristen zum Photographieren präsentiert werden. Bei dem Trip sind wir nicht unglücklich das wir die Schwimmwesten von Tenderboot anbehalten dürfen ;-).

Auf dem Boot habe ich den Reiseleiter mal dazu befragt ob es die Schwimmwesten schon lange gibt, da die überall so neu aussehen. Er hat dann gemeint, das es die erst ca. 2-3 Monate gibt, nachdem bei einem Unfall, Tenderboot gegen Dschunke, fünf Touristen ertrunken sind. Nach seinen Angaben wird das auch streng kontrolliert. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, das unsere Besatzung immer sehr darauf geachtet hat, das wir eine Schwimmweste tragen.

Im Anschluss an den Affenfelsen ging es mit dem gleichen Bus, auf der gleichen Strecke zurück nach Hanoi. Der Zwischenstopp ist diesmal an einer Tonwerkstatt, mit weniger guten Toiletten und für uns recht langweilig. Schöne Tonsachen, was aber auch nichts hilft wenn man nicht drauf steht ;-).

In Hanoi checken wir wieder in unser Hotel ein, diesmal bekommen wir ein anderes Zimmer, 203, was deutlich größer als das andere ist und eine Badewanne hat. Vom Reiseleiter bekommen wir noch die Information, das es morgen um 07:15 Uhr zum Flughafen geht, damit wir nicht hetzen müssen und in Ruhe Frühstücken können planen wir schon mal 05:30 Uhr ein zum aufstehen.

An diesem Abend waren wir dann am See noch etwas Trinken und haben uns die Stadt noch ein wenig angeschaut. Dabei haben wir auch die Rushhour in Hanoi erlebt, was selbst einem geübten Raucher durch den Smok ein wenig den Atem nehmen kann. Straßenüberquerungen sind in der Rushhour auch nicht mehr sonderlich einfach, was sich aber durch anhängen an einheimische (in unserm Fall Schulkinder) kompensieren lässt. Auf dem Weg zum See haben wir zwei Mädels aus unserer Reisegruppe in einem Cafe gesehen, in das wir erst nicht wollten uns aber auf dem Rückweg doch dazu entschlossen haben, da man dort, ein wenig abgeschirmt vom Lärm und der Hektik, innen Sitzen konnte. Das Café Ciao ist recht modern und könnte überall auf der Welt sein, wir haben uns da ein paar Cola und zwei Grilled Cheese Sandwiches gegönnt, bevor wir wieder ins Hotel sind und uns für den frühen Abflug zurechtgemacht haben. In dieser Nacht haben wir dann erlebt, was wir vorher nur Ansatzweise von Mitreisenden gehört hatten. Neben dem Hotel ist eine Disco, welche man in dem Zimmer das wir diesmal hatten auch deutlich hören konnte. Das hat unser Nacht dann deutlich verkürzt, da wir doch recht lange zum einschlafen brauchten. Wenn man also die Wahl hat, sollte man ein Zimmer in Richtung Straße nehmen, was möglichst weit weg von Nebengebäude ist, da Hupt es dann nur, was man gut verdrängen kann.

Die Bilder von Tag 3:

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Tag 4:

Am 06.12.2012 um 05:30 Uhr war aufstehen angesagt um nach einem kurzen Frühstück zum Flughafen Hanoi zu fahren. Die Sicherheitskontrolle für die Inlandsflüge bestand aus drei Reihen, wobei zwei für Economy- und eine für Businessgäste bestimmt war. Wir haben uns leider in der falschen Reihe angestellt, den in unserer wurde auch die Sicherheitskontrolle für die Businessgäste durchgeführt, was unsere Reihe extrem langsam machte. Obwohl schon ein wenig nervosität bei uns und den anderen in der Schlange aufkam, haben wir es doch noch rechtzeitig zum Flug geschafft, das Boarding lief aber schon. Der Flug selbst war recht unspektakulär, die Maschine wirkte deutlich neuer als die auf dem interkontinentalen Flug, subjektiv war auch der Sitzabstand größer.

In Danang erwartet uns auch schon der nächste Reiseführer vor dem Flughafen. Ein älterer Mann, mit sehr gutem Deutsch, Raucher ;-). Ein Pärchen aus Österreich vermisst einen Koffer, das kann aber durch den Reiseleiter schnell geklärt werden und wir brechen auf zum Hotel. Das Hotel selbst befindet sich etwas außerhalb von Hoi An, die Zimmer sind ein bisschen muffig, aber sehr groß und ordentlich ausgestattet. Der Garten hat einen Pool und ist ganz hübsch angelegt.

Nach der Mittagspause mit Selbstverpflegung (wir haben mal auf Essen verzichtet) geht es in die Innenstadt von Hoi An, einem UNESCO Weltkulturerbe. Auch Hoi An ist touristisch voll erschlossen und scheint auf den ersten Blick inzwischen nur noch von Touristen zu leben. Im Rahmen unseres Programms besuchen wir eine chinesische Versammlungshalle, ein Keramikmuseum und ein 200 Jahre altes Haus, was inzwischen in der 7ten Generation von der selben Familie bewohnt wird. Alles in allem keine Highlights aber in Ordnung. In dem alten Haus werden Glücksbringer verkauft und Tee serviert. Im Anschluss besuchen wir die japanische Brücke Chùa C?u, welche über 400 Jahre alt ist und vorher schon angepriesen wurde. Wir finden die nicht sonderlich spannend, erwähnenswert sind allerdings die Moped-Sperren, welche als Balken auf dem Boden ausgeführt sind. Diese werden uns noch öfter begegnen, in Vietnam muss man anscheinend alles was nicht mit dem Moped befahren werden soll auch unbefahrbar machen ;-). Der nächste und letzte Programmpunkt in Hoi An ist die Besichtigung einer Seidenstickerei. Dort sehen wir als erstes wie fotorealistische Bilder gestickt werden, natürlich kann man die dort erwerben, die haben nur leider auch ihren (angemessenen) Preis, gereizt hat es uns aber schon. Eine Etage weiter oben wurde die Zucht und die Verarbeitung von Seidenraupen gezeigt, also Aufzucht der Larven, Verpuppung, Abkochen der Puppen und Spinnen der Seide. Durchaus interessant den Prozess live zu sehen. Einen Raum weiter gibt es dann die entsprechende Kleidung zu kaufen und zwar mit tollen Dienstleistungen, hat man sich in den Katalogen die dort ausliegen etwas ausgesucht, wird die bestellte Ware bis 21:00 Uhr am selben Abend ins Hotel geliefert, maß angefertigt natürlich, so was würde man in Deutschland nicht hin bekommen. Insgesamt war es ein netter Ausflug durch Hoi An, man hat viel zu gucken und es wirkt extrem beschaulich. Diese Beschaulichkeit kommt nicht zuletzt daher, das man dort neuerdings das Konzept der „Fußgängerzone“ testet. Unsere Reiseleitung erklärte uns das dort seit kurzer Zeit gewisse Bereiche der Stadt zwischen 09:00 Uhr und 16:00 Uhr vom Verkehr befreit sind. Bei Verlassen von Hoi An haben wir dann kurz vor 16:00 Uhr auch schon eine Horde Mopeds auf Einlass warten sehen.

Am Abend war dann nochmal ein Essen mit der gesamten Reisegruppe. Eigentlich wird man die 200m mit dem Bus gefahren, wir haben aber gemeinschaftlich entschieden diese Strecke lieber zu laufen. Das Restaurant befand sich in einem anderen Hotel mit einem wunderschön angelegtem Garten. Vor dem Essen wurde noch demonstriert wie Reispapier hergestellt wird, sehr kurzweilig und interessant. Anschließend gab es dann einmal mehr viele, viele Gänge mit tollem Essen in einem super Ambiente.

An diesem Abend fällt uns auf, das wir nicht wie in dem anderen Hotel die Pässe wiederbekommen haben, sondern der Reiseleiter diese wohl noch hat, da müssen wir mal fragen, wir mögen unsere Pässe doch ganz gerne.

Die Bilder von Tag 4:

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Tag 5:

Am 07.12.2012 stehen wir um 05:30 Uhr auf, so langsam gewöhnen wir uns dran ;-). Heute ist die fahrt über den Wolkenpass nach Hue angesagt, ich freue mich schon und hoffe auf ein bisschen mehr Landschaft, davon haben wir bisher noch nicht wirklich viel gesehen. Unser Busfahrer auf diesem Abschnitt ist etwas rauer als der erste und wir erwarten mit Spannung die angekündigten Serpentinen.

Auf dem Weg zum Wolkenpass gibt es die bekannte Pinkelpause, diesmal bei einem Steinmetz, welcher lokalen Marmor zu diversen Figuren bearbeitet, auch hier hat man natürlich die Möglichkeit ein zu kaufen, aber so ein cooler zwei Tonnen Buddha ist halt doch nichts für das Handgepäck. Nun geht es aber direkt zum Wolkenpass, inzwischen existiert ein 6,2km langer Tunnel um den Pass zu vermeiden, daher ist auf dem Pass angenehm wenig Verkehr und auch unser Busfahrer fährt nicht so schlimm wie erwartet. Auf dem Weg nach oben machen wir einen Fotostop, mit blick auf eine wunderschöne Bucht mit Strand. Die Bucht selbst war bis vor ein paar Jahren die letzte Leprakolonie Vietnams, inzwischen konnten aber alle geheilt werden und man hat die Bucht großflächig abgebrannt. Bei diesem Fotostop gab es dann auch einen Ausfall mit Übelkeit. Auf der Scheide des Passes gibt es dann nochmal einen großen Parkplatz mit einer alten amerikanischen Bunkeranlage Fotogelegenheiten und sehr, sehr aufdringlichen Verkäufern.

Auf dem weiteren Weg nach Hue hatten wir noch ein bisschen Zeit das Bergpanorama zu genießen. Die nächste Pinkelpause hatte man die Möglichkeit für kurze Zeit den Strand zu besuchen, hat sich aber kaum gelohnt. Wir haben dann, nachdem ich bei stehendem Bus die Möglichkeit hatte meinen Rucksack zu durchsuchen, dem Übelkeitsopfer einen Riegel Superpep ausgegeben (uns wurde gesagt, das es super geholfen hat). In einem Außenbezirk von Hue gab es dann Mittagessen, diesmal vom Ambiente her nicht so toll und alles auch hektisch und laut aber trotzdem lecker. Das ganze Restaurant hat an einen großen Speisesaal erinnert, aber super Personal. Beim Personal sind uns da das erste mal die vielen verschiedenen Gesichtsformen so richtig bewusst aufgefallen, die Mädchen schienen aus ganz verschieden Ecken Vietnams zu kommen (alle subjektiv natürlich). Sehr schön zu beobachten war auch wie albern die Mädels untereinander waren, ständig wurde gekichert und gegrinst und natürlich bei vielen westlichen Hits mitgesungen. Alles sehr sympathisch. Damit ich es nicht vergesse zu erwähnen, schreibe ich das mal hier mit rein, viele Essen sind auf der Tour inkl. Die Getränke müssen aber selbst bezahlt werden, allerdings sind die mit ca. einem Euro sehr erschwinglich.

Nachdem wir alle satt sind steht der Besuch einer Kaisergrabstätte auf dem Programm. Die Anlage ist riesig und vom unserem Reiseleiter bekommen wir eine Menge Informationen über die Geschichte der Grabstätte und den (impotenten) Kaiser T? ??c. Die Grabstätte wurde im übrigen mit der Hilfe Deutschlands saniert.

Wenn man schon die Kaisergrabstätte gesehen hat, muss man sich natürlich auch die Zitadelle mitsamt der verbotenen Stadt ansehen. Die Zitadelle selbst ist schon ganz gut wieder aufgebaut, die verbotene Stadt selbst ist erst in Teilen wieder rekonstruiert und natürlich auch riesig. Es wird wohl noch Jahre dauern bis hier alles wieder aufgebaut ist, leider ist dann natürlich nichts mehr original. Auch hier erhalten wir wieder solide Informationen über die Geschichte von unserem Reiseleiter unter anderem, das die letzte und wohl auch schwerste Zerstörung durch die Franzosen erfolgte um den Willen des Volkes zu brechen.

Nächster Programmpunkt ist der Besuch einer buddhistischen Pagode namens „Pagode der himmlischen Frau“. Die Pagode ist gleichzeitig das Wahrzeichen Hue und mit den malerischen Gärten, den vielen Bonsais und den schönen Teichen, durchaus sehenswert. Besonders zu erwähnen ist da noch der Mönch der sich selbst verbrannte. Dieser fuhr am 10. Juni 1963 mit seinem Wagen von Hue in das Zentrum von Saigon und verbrannte sich dort aus Protest gegen die systematische religiöse Diskriminierung selbst. Dieses Fahrzeug wurde von Buddhisten wieder zurück in die Pagode verbracht und kann nun dort besichtigt werden.

Einen Teil des Rückwegs zum Hotel legen wir mit einem Drachenboot zurück. Tja, darüber kann man leider eigentlich fast nicht positives sagen, außer das man sitzen kann. Dieses Drachenboot ist eine Verkaufsveranstaltung und nichts anderes. Da der Tag echt lang war und wir alle sehr geschlaucht sind, geht die Verkäuferin bis auf ein paar Getränke allerdings leer aus. Zum Abschluß präsentiert uns der Busfahrer noch sein highlight, siehe Video unten:

Zurück im Hotel sind wir zu Faul um noch groß etwas zu unternehmen, wir Essen in schönem Ambiente im Innenhof des Hotels und gehen früh ins Bett, morgen geht es nämlich richtig zeitig ab zum Flughafen.

Die Bilder von Tag 5:

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httpvh://www.youtube.com/watch?v=TkR_qKEEvuQ

Tag 6:

Der 08.12.2012 ist richtig fies, wecken ist um 04:30 Uhr. Dank des Balkons im Hotel können wir das früh morgendliche Treiben auf der Straße beobachten, es ist kaum Verkehr, es fährt aber ein Straßenreiniger umher, welcher die Straßen mit Wasser bespritzt, der Zweck hat sich uns nicht so ganz eröffnet, da es zu wenig Wasser zum Spülen der Straße war, aber vielleicht kann uns ja mal jemand per Kommentar aufklären. Das Frühstück haben wir aufgrund der Uhrzeit kurz gehalten und dann gelich ausgechecked.

Der Flug nach Saigon ging um 06:15 Uhr vom „International Airport Phu Bai“. Der Flughafen war wirklich lustig, unsere Flugtickets wurde mit einem Nadeldrucker beschriftet und der Babbage-Check klebte auf der langen, also eigentlich falschen, Seite des Tickets. Abflug war vom Gate eins von, man kann es fast erraten, eins ;-). Der Wartebereich des Gates sah aus wie ein besserer Busbahnhof mit rosa Schalensitzen und rund um den Wartebereich Verkaufsstände die ein wenig an Flohmarkt erinnerten. Das Gate hatte natürlich keinen Ausleger um ins Flugzeug zu gelangen, aber die 30m zum Flugzeug mussten mit dem Bus zurück gelegt werden. Auch hier war der Flug wieder unspektakulär, das Flugzeug Airbus A320 mit guter Ausstattung und sah auch wie die erste Inlandsmaschine innen fast neu aus. Die Schlafrate auf diesem Flug war aufgrund des frühen Weckens deutlich größer als auf dem ersten Flug ;-).

Nach der Landung auf dem bisher modernsten Flughafen Saigon werden wir wieder zuverlässig von einem Reiseleiter erwartet. Saigon zeigt uns auch gleich mal was „warm“ bedeutet, gefühlt sind es feuchte 40°C und mein Körper wirft gleich alles an um sich zu kühlen ;-). Diesmal ist alles Gepäck dabei und wir können den bisher besten Bus auf unserer Tour besteigen und die Klimaanlage genießen. Ich denke viele Leute die Klimaanlagen nicht gewohnt sind, können da durchaus Probleme mit Erkältungen bekommen wenn sie nicht aufpassen, die Busse sind wirklich gut klimatisiert.

Erster Stop in Saigon ist ein Markt, ähnlich dem den wir, auf eigene Faust, in Hanoi gesehen haben. Dieser ist nur größer, noch hektischer und enger. Der Beschreibung des Reiseleiters nach scheint es so eine Art lokaler Großmarkt gewesen zu sein. Auch hier ist man wieder völlig Reiz überflutet und es ist nicht so einfach dem Reiseleiter durch die Mengen an Menschen zu folgen. Er erklärt auch viele Dinge auf dem Markt, aber auch da ist zuhören schwierig, da man kaum eine Möglichkeit hat sich um Ihn zu versammeln. Auf dem ganzen Markt, auch in den engen Gängen verkehren ständig Gepäckträger, denen man Vorrang zu gewähren hat.

Nach dem Marktbesuch gab es Mittagessen, 8 Gänge, meiner Meinung nach das schlechteste bisher, trotzdem aber noch gut.

Im Anschluss das Essen gibt es einen kurzen Fotostop am Vereinigungspalast, das lohnt sich aber definitiv nicht, es ist ein hässlicher ungenutzter DDR Bau und folglich haben wir auch auf Fotos verzichtet.

Weiter geht es zu einem zweiten Markt, dieser ist viel viel ruhiger und man kann sich auch mein ein wenig was anschauen. Besonderheit dieses Marktes ist die Mischung aus privaten und staatlichen Verkäufern. Die Staatlichen Verkäufer sind gesondert gekennzeichnet und tragen blaue Shirts. Das Warenangebot ist deutlich kleiner als das des ersten Markts, aber es ist deutlich weniger Stressig.

Nun kommen die Klassiker in Saigon, der Notre Dam und das Postamt. Beides beeindruckt uns nicht sonderlich. Auffallend war allerdings, das in Saigon vor den großen Attraktionen extra Beamte/Mitarbeiter abgestellt sind, welche den Touristen durch absperren der Straße helfen nicht überfahren zu werden. Lustigerweise war es zu mindestens als wir dort eintrafen eigentlich überhaupt nicht nötig, da die Verkehrsdichte vergleichsweise Harmlos war.

Nun ist für diesen Tag aber auch endlich Feierabend und wir dürfen ins Hotel, die ganze Gruppe ist ein bisschen geplättet. Das Hotel ist fast schon Eiskalt klimatisiert, die Zimmer sind klein, aber schön und modern eingerichtet. Auch diesmal haben wir uns nicht um den Gepäckservice drücken können (nicht das hier der Eindruck entsteht ich gönne dem Personal das Trinkgeld nicht, ich Trage mein Gepäck nur lieber selber, weil ich dann nicht warten muss und niemand mein Gepäck tragen muss).

Abends sind wir auf der Suche nach einer Gelegenheit etwas trinken zu gehen und stoßen dabei in Google Maps darauf, das es hier auch ein Ciao Café gibt. Es scheint in Vietnam davon bisher zwei Filialen zu geben und wir haben sie beide gefunden :-). Während ein paar kühlen Getränken beschließen wir heute nicht Essen zu gehen, sondern uns selbst aus einem Supermarkt zu versorgen, man muss ja auch mal die regionalen Süßigkeiten probieren. Nach kurzem Shoppen sind wir versorgt und ziehen uns zu einer Dusche, den Süßigkeiten und einer langen Nacht, morgen geht es erst um 08:00 Uhr los, ins Hotel zurück.

Die Bilder von Tag 6:

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Tag 7:

Heute, am 09.12.2012, können wir ganz gemütlich um 06:00 Uhr aufstehen, was daheim schon früh ist, wird hier zur Möglichkeit aus zu schlafen. Ich fand das Frühstück im Hotel nicht schlecht, auch wenn sich andere über mangelnde Auswahl beklagt haben.

Mit dem Bus geht es Richtung Mekong-Delta, wobei die Pinkelpause diesmal in einer privaten Pagode mit großen Statuen stattfindet. Im Mekong-Delta ist es richtig, richtig warm und wir stellen Rekorde im Transpirieren auf. Am Mekong besteigen wir ein Boot, welches uns auf eine der Inseln im Delta bringen soll. Diese Fahrt erfolgt über recht enge Kanäle und wir können uns den Bewuchs des Deltas in ruhe anschauen. An der Anlegestelle muss das Boot aufgrund der Wasserrichtung gewendet werden, was bei den engen Kanälen eine echte Herausforderung ist. Dabei werden wir dann auch fast von den Wedeln der Wasserkokosnußpalmen die hier überall stehen erschlagen. Schaffen es dann aber doch noch bis zur Anlegestelle ohne das jemand schwer verletzt wird. Dort werden wir zu einer Imkerrei geführt, auf der wir Tee mit Honig probieren dürfen. Als Snack werden dazu Erdnüsse und Kokosstreifen mit Zucker gereicht, insgesamt eine leckere Kombination und nicht so furchtbar süß wie wir erwartet hatten.

Als Transfer zur nächsten Station werden wir mit Ponnies ca. 800m weit über die Insel gefahren, was (fast) allen ein wenig unbehaglich war, das die Tiere doch so einiges ziehen mussten und das ganze für die kurze Strecke total unnötig ist, das Stück hätte man auch locker laufen können.

Am Ankunftspunkt haben wir nochmals Tee getrunken und verschiedene Früchte probiert (die Inseln werden auch als Obstanbaugebiet genutzt). Wir bekamen Mangos, Drachenfrüchte, Jackfrucht und Ananas. Die Ananas wurde hier mit Chilisalz gereicht, was erstaunlich gut zu Ananas passt, die Kombination haben wir auch später im Hotel nochmal gesehen. Jackfrüchte haben wir auf der ganzen Reise schon etliche male gesehen, und auch in einem Hotel einen Jackfruitsnack in der Minibar gehabt, probiert hatten wir die aber noch nicht. Am besten beschreiben lässt sich der Geschmack wohl mit „Hubba-Bubba Tuttifrutti“, also eigentlich ganz lecker ;-).

Um wieder zu unserem Boot zu kommen, werden wir auf kleine wackelige Ruderboote verladen, wobei uns der Reiseleiter zur Vorsicht ermahnt, das die Bötchen wohl recht leicht umkippen und man beim ein- und aussteigen sehr vorsichtig sein müsse. Das ganze hat sich dann auch recht wackelig an gefühlt und wir saßen alle total steif und angespannt in dem Boot. Ich hatte dann noch die ehre den Trinkgeld für die Ruderin während der Fahrt raus zu kramen, ganz langsam ;-). Die Ruderinnen haben sich immer wen sie sich begegnet sind Ihr Trinkgeld für die letzte fahrt gezeigt und umso mehr es war um so glücklicher und stolzer waren sie. Ich hab dann für unser Boot 50.000 Dong Trinkgeld gegeben, was der höchste Schein war den ich auf der Tour zwischen den Damen gesehen hatte.

Mit dem großen Boot ging es dann weiter zu einem Familienbetrieb, welche Süßigkeiten herstellt. Bei der Ankunft dürften wir zwei handtellergroße Spinnen in großen Netzen und eine gut versteckte Agame bewundern. Die Süßigkeiten die dort hergestellt werden, dürfte man probieren und natürlich auch kaufen. Es gab Kokosbonbons, die schon erwähnten Erdnüsse und Kokosstreifen mit Zucker. Die Bonbons wurden in etlichen Geschmacksrichtungen angeboten, wobei ich mich für Jackfruit und meine Frau sich für Durian entschieden hat. Wir kannten die Durian vom hören und sagen bereits, sie wird auch Stinkfrucht genannt und soll doch sehr speziell sein. Meiner Frau hat es als Geschmack im Bonbon schon gereicht, wir hatten aber auch keine andere Gelegenheit dir Frucht zu probieren. Die Produktionskette wurde natürlich auch vorgeführt, was den Aufenthalt durchaus interessant gemacht hat.

Auf der Rückfahrt bekamen wir auf unserem Boot noch frische Kokosnüsse zu Trinken. Nach dem Genuss dürften die Nüsse (ohne Strohhalm natürlich, darauf wurde geachtet) einfach über Board geworfen werden und kennzeichneten unser Fahrlinie, sah ganz lustig aus ;-).

Mit dem Bus sind wir dann zum Essen gefahren. Die Chefin des Restaurants war ein mütterlicher Typ und hat darauf geachtet, das auch keiner Hunger muss, bzw. das auch alle brav eine Menge Getränke kaufen ;-). Das Essen an sich war nicht schlecht aber kam an den Norden nicht heran, wobei wir hier einen Klebreisball bekommen haben, der nicht nur faszinierend anzusehen, sondern auch echt lecker war. Dazu wird (wir haben später recherchiert) ein Klebpreisfladen mit einer bestimmten Technik frittiert, so das daraus eine hohle Kugel in der größe eines Fußballs wird. Am Tisch wird dieser dann mit einer Schere eingeschnitten und bildet eine Lotosblüte.

Per Bus ging es wieder zum Hotel, womit unsere Rundreise prinzipiell beendet ist. Der Reiseleiter teilt uns mit, das wir am nächsten Morgen um 08:30 Uhr abgeholt und ins Resort gebracht werden. Wir haben uns dann noch mit zwei Pärchen verabredet und sind durch Saigon gelaufen. Dabei haben wir ein Kaufhaus besucht, was aufgrund des Sonntagabends und Weihnacht bis zum Anschlag gefüllt war. Hier wurden von allen noch ein paar Utensilien und Kleinkram besorgt. Meine Frau hat sich eine Packung frittierte Lotossamen gekauft, die es als Snack gibt.

Zusammen haben wir den Abend dann noch in einem Café verbracht, gequatscht und getrunken, in freudiger Erwartung unseres Badeurlaubs. Wir sind alle in der selben Straße in Resorts und können so abschätzen das wir uns wohl nochmal sehen werden.

Die Bilder von Tag 7:

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Badeurlaub:

Diesen Teil werde ich nicht mehr nach Tagen aufteilen, sondern nur einen Überblick über unser (wenigen) Aktivitäten und besonderen Ereignisse geben.
Am 10.12.2012 startet um 08:30 Uhr der Transfer zum Resort nach Phan Thiet in der nähe von Mui Ne, einer Resortstrasse entlang eines Sandstrands. Nach den Informationen die wir hatten, sind es ca. 140km bis zum Resort und ca. 4 Stunden Fahrzeit. Der Busfahrer korrigiert dann aber gleich und meint das es ca. 6 Stunden dauert, er sollte recht behalten. Der Transfer zum Hotel erfolgt trotz der lediglich ca. 10 Personen mit einem großen Reisebus und ist entsprechend bequem, wir entdecken irgendwann die Rückbank für uns, auf der man mächtig Platz hat. Das schöne an dem Transfer war, das man sich noch ein bisschen die Gegend anschauen konnte und wir unsere ersten Drachenfruchtplantagen gesehen haben. Auf einer Raststätte zwischendurch konnte man eine halbe Stunde entspannen, etwas trinken und Essen und so wurde der Trip dann zwar lang aber nicht unangenehm. In der Straße mit den ganzen Resorts wurden wir dann alle nach und nach abgeladen. Unser Resort (Blue Ocean Resort) macht von außen gleich einen guten Eindruck und wir werden herzlich Willkommen. Unser Gepäck wird zu unserem Bungalow gefahren und wir bekommen eine kurze freundliche Einführung. Wir packen endlich mal richtig aus, sortieren unsere Klamotten für den Wäscheservice und richten uns ein. Die ersten zwei Tage sind wir noch etwas unruhig, da wir es inzwischen gewöhnt sind, ständig etwas zu tun zu haben ;-), das legt sich dann aber schnell. Wir beginnen uns ordentlich zu entspannen und tun dementsprechend wenig, meistens rumliegen, den Kite-Surfern zuschauen, etwas spielen, Essen und Schlafen. Das Resort ist super, tolle Gärten, die mit sehr viel Personal und wenn es sein muss mit der Nagelschere gepflegt werden. Ein schöner Pool, eine nette Strand-Bar und gutes Frühstück, was will man mehr?
Der Rückweg war dann leider nicht mehr mit dem großen Bus, sondern mit einem Mercedes Sprinter, dessen Klimaanlage dem wirklich heißen Wetter nicht ganz so viel entgegen zu setzen hatte, insgesamt war es aber erträglich. Damit beginnt am 17.12.2012 um 11:00 Uhr unsere Rückkehr. Wir fahren 6 Stunden mit dem Sprinter vom Resort zum Flughafen Saigon, von wo wir einen 2 Stunden Inlandsflug nach Hanoi nehmen. Das Flugzeug ist zu unserem erstaunen der gleiche Typ wie der auf dem Hinflug, ein bisschen schäbig und eng. In Hanoi haben wir dann noch ordentlich Zeit bis unser Flug nach Frankfurt geht (ca. 3 Stunden) und wir vertreiben uns ein wenig die Zeit. Um kurz vor Zwölf Ortszeit geht es dann in 12:45 Stunden zurück nach Frankfurt, leider in der gleichen Maschine die wir schon auf dem Inlandsflug hatten. Von Frankfurt aus nochmal zwei Stunden in einem vollen ICE nach Nürnberg und dann Heim. Im ICE haben wir keinen Sitzplatz mehr bekommen, wir haben uns dann einfach in Bistro gestellt und waren gar nicht so unglücklich darüber einfach mal zwei Stunden stehen zu können.

Die Bilder vom Badeurlaub:

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Hier noch der GPX Track unserer Tour.
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2 Gedanken zu „Meiers Weltreisen Vietnam Rundreise Classic

  1. Danke für die schöne Emotionen- und Detail-gefüllte Beschreibung und viele Fotos. Man hat wirklich das Gefühl dabei zu sein.

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